Am 2. Oktober 2021 verstarb Eva Stier im Alter von 85 Jahren.

Da sie nicht in Markkleeberg beigesetzt werden kann, hatte die Familie, sicher ganz in Eva’s Sinne, zu einer Gedenkfeier ins Markkleeberger Sportcasino eingeladen. Dieser Einladung sind viele ihrer Markkleeberger Wegbegleiter, darunter zahlreiche „Kolleg*innen“ vom Rehasport, die „altgedienten“ TSG-Mitglieder Peter Pohlmann, Siegfried Fenzke, Michael Kühn und Rainer Leipnitz sowie ihre Nachfolgerin als Kassenwart Angela Kofent, mit denen Eva viele gemeinsame (TSG-) Jahre verbracht hat, sowie Freunde und Nachbarn gern gefolgt, um auf diese Weise doch von ihr Abschied zu nehmen und sich gemeinsam ehrend an sie zu erinnern.

Nach der Begrüßung aller durch Eva’s Sohn übernahm es der TSG-Ehrenpräsident Rainer Leipnitz, Eva Stier und ihr Wirken im Verein persönlich und als Vereinsvertreter zu würdigen. Er hatte viele Jahre mit ihr im TSG-Vorstand zusammen gearbeitet, genau gesagt von ihrem Eintritt in den Verein, damals noch TSG Chemie Markkleeberg, im Februar 1981 bis 2008, also mehr als ein Vierteljahrhundert.

Schon bald sei sie in der TSG-Leitung hauptamtlich als Kassenwartin für die Finanzen und Mitgliederverwaltung des Vereins zuständig geworden, sagte er rückblickend. „Und das unter heute kaum noch vorstellbaren Bedingungen, d.h. ohne Computer, quasi alles „handgemacht“. Gewissenhaft und umsichtig war sie dabei, damals wie bei all ihrem Wirken auch später.“, sagte er.

Weiter war zu vernehmen, dass sie mit der Umgründung der TSG zum e.V. im Juli 1990 ehrenamtliche Kassenwartin des Vereins geworden war und von 1992 bis 1996 zudem als Sektionsleiterin Gymnastik fungierte. Aus dem Amt der Kassenwartin schied sie im Jahre 2000 aus, zog sich aber nicht etwa zurück, sondern übernahm die Leitung der zu diesem Zeitpunkt aus der Sektion Gymnastik ausgegründeten Sektion Rehasport. Im Jahre 2008 beendete Eva dann nach 27 höchst engagierten Jahren ihre vielgestaltige ehrenamtliche Tätigkeit in „ihrem Verein“, blieb in der TSG aber bis zuletzt sportlich im Rehasport aktiv. „In so manchem Gespräch und Telefonat erkundigte sie sich bei mir nach dem Geschehen in Gesamtverein und Vorstand, bei vielen Jahreshauptversammlungen und anderen Veranstaltungen war sie dabei.“ konnte Rainer Leipnitz über die enge Bindung von Eva zum Verein berichten.

Es folgte die eindrucksvolle Aufzählung der Ehrungen, die Eva Stier für Ihre engagierte ehrenamtliche Tätigkeit zuteilgeworden waren. 1995 wurde ihr die Ehrenmitgliedschaft der TSG verliehen, 2000 erhielt sie den Ehrenamtspreis des Kreissportbundes Leipziger Land, die Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen wurde ihr in Bronze 1994, in Silber 1995 und in Gold 2003 verliehen, 2004 wurde sie „Stiller Star“ der Stadt Markkleeberg und 2005 wurde sie schließlich, quasi als Höhepunkt, von der Sächsischen Staatsregierung mit dem „Joker im Ehrenamt“ ausgezeichnet. Rainer Leipnitz merkte an, dass es Eva „nie um Ehrung ging, auch wenn sie sich wie sicher jeder natürlich über Anerkennung für ihr selbstloses Tun freute.“.

Und er setzte fort: „Eva war aber für mich nicht nur als Vereins- und Vorstandsmitglied wichtig. Ich kannte und achtete sie als stets freundlichen, sachlichen und vielseitig interessierten Menschen, sehr familienverbunden. Ihr Mann Franz, auch eng mit dem Verein verbunden, verstarb leider viel zu früh. Die Familie und die Vereinsgemeinschaft halfen ihr so gut es eben ging darüber hinweg. Nun ist sie leider selbst verstorben, Corona und eine Sturzverletzung waren letztlich stärker als ihr Lebenswille. Ich, meine Frau Marlies, wir alle heute hier und viele mehr im Verein vermissen Eva sehr, werden uns aber immer gern und mit Hochachtung an sie erinnern.“.

Rainer Leipnitz zitierte abschließend die geschäftsführende Bundesministerin Julia Klöckner, die bei einer ähnlichen Gelegenheit zutreffender weise sagte : „Lebensleistungen werden vom Ende her bewertet.“. Die Versammelten erhoben sich entsprechend zur Würdigung der Lebensleistung von Eva Stier in Familie und Verein und hielten einen Moment lang inne zum stillen Gedenken an sie.

Eine Reminiszenz in fortlaufenden Fotos aus Eva’s Leben begleitete die Versam-melten dann beim gemeinsamen Kaffeetrinken und so manchem Gespräch über Erinnerungen an sie.

TSG-Vorstand / 14.11.2021

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