Liebe TSG-Mitglieder,

wir durchleben gerade unerfreuliche Zeiten. Die zahlreichen harten Maßnahmen, die zur Reduzierung des Ausbreitungstempos des Coronavirus unstrittig erforderlich sind, treffen jeden von uns, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Dabei ist die Tatsache, dass es derzeit eben auch keinerlei Vereinssport geben kann, aber noch eines der eher ganz kleinen „Übel“. Seien wir uns bitte bewusst, dass es die Wirtschaft, die medizinischen, Alten- und Pflegeeinrichtungen, den Handel, die Touristikbranche, die Gastronomie und viele mehr viel härter trifft als den Sport. Diesbezüglich ist auf die sehr eindringliche gestrige Ansprache unserer Bundeskanzlerin zu verweisen.

Vielfach wird jetzt Solidarität angemahnt, zurecht, wie ich meine. Auch das hat Frau Merkel gestern nochmal sehr deutlich gemacht. Jeder von uns handelt solidarisch mit denen, die infolge Alter und/oder Vorerkrankungen besonders virusgefährdet sind, wenn er sich genau so verhält, wie es von uns allen zurecht verlangt wird. Auch für uns im Sportverein spielt Solidarität im Denken und Handeln in diesem Sinne, aber auch darüber hinaus, eine große Rolle. Insoweit ermuntere ich z.B. unsere schulpflichtigen Mitglieder ausdrücklich, die unterrichtsfreie Zeit nutzen, um ggf. von Quarantäne oder Krankheit betroffenen Menschen, natürlich nicht nur aus dem Sportverein, z.B. bei Besorgungen, zu helfen. Es gibt schon gute Beispiele für sowas, wie man hört (siehe z.B. heutige LVZ).
Sportvereine sind letztlich eben auch eine (große) Solidargemeinschaft. Als uns z.B. zu Jahresbeginn die Sanierung der DFH herausforderte, haben wir vereinsintern und –übergreifend Solidarität bewiesen (wenn auch nicht alle ohne Murren), da ahnten wir aber noch nicht, dass der (sicher schmerzliche) Verlust von einem Viertel unserer Trainingseinheiten inzwischen weit übertroffen wird durch den Totalverlust aller Trainingszeiten durch den Virus. Aber auch das werden wir gemeinsam überstehen (müssen) ! Hoffen wir übrigens, dass die Arbeiten in der DFH einigermaßen planmäßig vorankommen, obwohl vielleicht der eine oder andere Handwerker und Mitarbeiter der beteiligten Firmen erkrankt bzw. zur Betreuung der Kinder zu Hause bleiben muss. Hoffen wir auch, dass es trotz des aktuellen zeitweiligen Entfalls von Ausschuss- und Stadtratssitzungen zur Vergabe der ausstehenden rund 50% der notwendigen Leistungen zur Sanierung der Halle kommt, dass vor allem (gute) Angebote dafür eingehen. Dann gerät vielleicht trotz allem das Sanierungsende Dezember 2020 nicht aus dem Bereich des möglichen.
Jetzt und bis auf weiteres rege ich an, dass jeder von uns, auch ohne den bei vielen Profis üblichen Heim-Trainingsplan, individuell Sport treibt, solange er gesund ist. Und natürlich darf das, wenn nicht Quarantäne ansteht, auch im Freien erfolgen, allerdings eben nicht in der Gruppe, nicht in kommunalen Sportanlagen und mit Verzicht auf „nahe“ Kontakte, falls man jemanden trifft.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen vor allem Gesundheit, möglichst keine Coronavirusinfektion. Hoffen wir auf eine nicht allzu ferne Beruhigung der Situation und tun wir alle bitte unser Möglichstes dafür.
Abschließend nochmal der Hinweis, dass die JHV am 24.03.2020 entfällt, ein neuer Termin wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Die Geschäftsstelle der TSG bleibt ab sofort erstmal geschlossen, Angela und Detlev Renaldo stehen natürlich per e-mail und/oder Telefon in den gewohnten Geschäftszeiten und auch darüber hinaus zur Verfügung (wenn dringend nötig, kann mit beiden auch ein persönlicher Termin abgestimmt werden), ebenso ich und die anderen Ehrenamtlichen. Also - die Vereinsführung „funktioniert“ auch in diesen komplizierten Zeiten soweit weiter, wie das nötig und möglich ist.

Markkleeberg, am 19.03.2020

gez. Rainer Leipnitz
Saturday the 4th. .