Liebe TSG-Mitglieder,

in Fortsetzung unserer Informationen über die aktuelle Situation in Sachen Coronavirus gibt es folgendes Update:

Auszug aus zwei aktuellen Pressemitteilungen des Landratsamtes :
A) „Sachsens Kultusministerium ordnet für öffentliche Schulen ab Montag (16. März) unterrichtsfreie Zeit an. Die Anordnung gilt bis auf Weiteres. Die Schulen bleiben jedoch geöffnet. Das Lehrpersonal ist anwesend, um die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. In der unterrichtsfreien Zeit können Schülerinnen und Schüler jedoch zuhause bleiben. Eine Schulpflicht besteht nicht.
Mit der Entscheidung wird Eltern die Möglichkeit gegeben, sich bis zur Schließung von Schulen, auf eine Betreuung von Kindern und Schülern im häuslichen Umfeld einstellen zu können. Eine Entscheidung, ab wann Schulen und Kitas bis zum 17. April komplett geschlossen werden, wird im Laufe der kommenden Woche getroffen.
Die Maßnahme wird ergriffen, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Staatsregierung sowie Städte und Gemeinden stimmen sich zu der Umsetzung ab. Um die Versorgung der Bevölkerung, den öffentlichen Personennahverkehr oder die medizinische Versorgung zu garantieren, wird die Betreuung für alle Kinder abgesichert, deren Eltern kein alternatives Betreuungsangebot haben.“

B) „Ab dem 16.03.2020 sind alle öffentlichen und nichtöffentlichen Großveranstaltungen auf dem Gebiet des Landkreises Leipzig verboten und die Teilnahme daran untersagt
Veranstaltungen mit über 200 bis maximal 1.000 Teilnehmenden sind durch die Veranstalterin bzw. den Veranstalter schriftlich unter Nutzung des unter www.landkreisleipzig.de eingestellten Bogens zur Selbsteinschätzung mit einer Kurzbeschreibung der Veranstaltung und einer Aufzählung der angedachten Hygienemaßnahmen mindestens 72 Stunden vor Veranstaltungsbeginn gegenüber dem Gesundheitsamt des Landkreises Leipzig Stauffenbergstr. 4, 04552 Borna oder elektronisch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anzuzeigen.
Unmittelbar bevorstehende Veranstaltungen oder Menschenansammlungen, die bis einschließlich 18. März 2020 durchgeführt werden sollen, sind sofort anzuzeigen.

Im Dokument Download finden Sie die Allgemeinverfügung nach § 28 Abs. 1 S. 2 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) sowie einen Bogen zur Selbsteinschätzung mit einer Kurzbeschreibung der Veranstaltung und einer Aufzählung der angedachten Hygienemaßnahmen“

Dokumente (Download)

Allgemeinverfügung Verbot Großveranstaltungen ab 16.03.2020 (PDF, 1,1 MB) Matrixbogen zur Selbsteinschätzung (PDF, 426 kB)

Für die TSG ergibt sich daraus aktuell folgendes:
  • 1. Auch wenn generelle Verbote/Unterlassungsanweisungen für das Training bisher nur vom Behindertensportverband (wenn auch nicht ganz deutlich), ansonsten von niemandem (Landessportbund, für uns relevante weitere Sportfachverbände, Gesundheitsamt usw.) ausgesprochen wurden und es derzeit auch keine Anweisung der Stadt gibt, die kommunalen Sportstätten nicht zu nutzen, da die Schulen ja zumindest vorerst geöffnet bleiben, ist es dringend geraten, die Durchführung von Training sehr sorgsam abzuwägen.
    Sehr gern würden wir unaufgeregt etwas gesellschaftliches Leben aufrechterhalten, indem wir unsere Trainings trotz Coronavirus generell fortsetzen. Doch das alleinige Maß der Dinge ist inzwischen die weitgehende Vermeidung gefährdender Sozialkontakte, was letztlich zu den inzwischen sportartenübergreifenden, wenn auch unterschiedlich befristeten, Aussetzungen von Wettkämpfen geführt hat. Und dies wiederum zieht wohl auch die Konsequenz nach sich, auch das Training ruhen zu lassen. Da die Gesundheit aller im Vordergrund steht und sich niemand dem Vorwurf aussetzen soll, durch sein Handeln nicht ausreichend zur Verlangsamung der Ausbreitung dieser Virusinfektion durch Reduzierung der Ansteckungsmöglichkeiten im und auch außerhalb des Vereins und so vor allem zur schnellstmöglichen Rückkehr in die „Normalität“ beigetragen zu haben, empfiehlt der Vorstand deshalb nunmehr, jedwedes Training ab sofort und bis auf weiteres auszusetzen.

  • Da hier aber sportartspezifische Belange Anlass für differenzierte Betrachtung sein können (je gewichtiger Risikofaktoren wie große längere Körpernähe, z.B. bei sich gegenübersitzenden Schachspielern, unvermeidlicher Körperkontakt, wie z.B. bei Judo, große Anzahl von Teilnehmern auf (zu) engem Raum, wie z.B. bei Leichtathletik und Gymnastik, viele ältere Teilnehmer, wie z.B. bei Gymnastik, Rehasport, die Benutzung von gemeinsam kontaktierten Sportgeräten, wie z.B. von Bällen bei Volleyball, Basketball, Tischtennis, sind, desto näherliegender ist die Aussetzung des Trainings), überlässt es der Vorstand bis auf weiteres den entscheidungskompetente(re)n Abteilungsleitungen, Training durchzuführen oder aber ganz oder teil- oder zeitweise auszusetzen. Allerdings wird diese Orientierung des Vorstandes laufend mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen überprüft.

    Wenn Training nicht ausgesetzt ist, entscheiden selbstverständlich sowohl die Sportler bzw. deren Eltern usw. als auch die Übungsleiter selbst über die Trainingsteilnahme. Und wenn Durchführung von Training, dann nicht ohne Übungsleiter und unter strengster Beachtung der schon im Vorfeld gegebenen risikominimierenden Verhaltensmaßregeln !

    Im Verlauf der kommenden Woche ist damit zu rechnen, dass Schulen und damit auch die Schulsporthallen generell geschlossen werden. Sobald und solange dies der Fall sein wird, ist dies natürlich gleichbedeutend mit der Aussetzung jedweden Trainings.
    Über alle Aussetzungen von Training ist von den Abteilungsleitungen, möglichst mit Angabe der festgelegten voraussichtlichen Dauer, unter Nutzung aller verfügbaren Kommunikationsmöglichkeiten, Aushang in der Sportanlage o.ä. zu informieren.

  • 2. Der Vorstand hat die vom Landratsamt angegebene Selbsteinschätzung (siehe Link oben) für die Jahreshauptversammlung durchgeführt. Selbst bei einer angenommenen Teilnehmerzahl über 100, die wir schon in „normalen Zeiten“ selten erreicht haben, ergibt die Risikobewertung die Kategorie 3, so dass die Jahreshauptversammlung bei strenger Beachtung der schon im Vorfeld angegebenen Verhaltensmaßregeln stattfinden kann. Auch diese Entscheidung wird von uns aber laufend überprüft.


Markkleeberg, am 14.03.2020
gez. Rainer Leipnitz
TSG-Präsident
Tuesday the 14th. .