Am Samstag, den 20.07.19 unternahmen 17 Wanderfreunde eine lange geplante Wanderung in die Dahlener Heide. Mit 5 Autos starteten wir vom Treffpunkt Nettoparkplatz in Markkleeberg und fuhren in 75 Minuten nach Reudnitz zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

 

 

Reudnitz ist eine uralte Waldsiedlung, die im Dreißigjährigen Krieg verwüstet wurde und bis auf einen kleinen Siedlungsrest nicht wieder aufgebaut wurde. Heute wird dort nur noch eine kleine Schafzucht betrieben.
Unser Weg führte uns zu einem Kreuzweg von sechs Wegen, der im Zentrum der Dahlener Heide liegt und der den Namen "Jägereiche" trägt. Zur Erinnerung an die letzte Hofjagd des Kurfürsten Friedrich August (August der Starke) wurde hier 1763 eine Gedenksäule errichtet. In der an dieser
Kreuzweg vorhandenen Schutzhütte legten wir die erste Rast ein.
Auf dem Stauchitzer Weg führte unsere Wanderung weiter nach Schmannewitz. Dort im Schatten der barocken Dorfkirche wurde die zweite Pause eingelegt. Diese Kirche wurde nach den Plänen des Baumeisters der Dresdner Frauenkirche, George Bähr, in den Jahren 1731/32 errichtet.
Der berühmte Zoologe Alfred Brehm war der Begründer der Sommerfrische in Schmannewitz. 1875 suchten vereinzelt Geschäftsleute aus Leipzig und Wurzen die Dahlener Heide zur Erholung auf. Sie schickten auch öfters ihre Familien mit Dienstmädchen zur Sommerfrische aufs Land. Ab 1882
fuhren regelmäßig Sommergäste nach Schmannewitz. Große Besucherscharen kamen aber erst in den Jahren vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Noch zu DDR-Zeiten war die Dahlener Heide ein sehr beliebtes Ausflugsziel.
Aber nach der Wiedervereinigung ist der Besucherstrom rapide zurück gegangen, was auch an verschiedenen geschlossenen Gaststätten erkennbar ist.
Von Schmannewitz ging es auf dem Alten Lausaer Weg weiter, vorbei am Gedenkstein "Brehms Ruhe", der zum 56. Todestag des Zoologen Alfred Brehm errichtet wurde. Der Weg führte uns weiter zur Waldgaststätte "Hospitalhütte", dort konnten wir unser wohlverdientes Mittagessen im Freisitz genießen.

Das letzte Stück Weg führte uns schließlich zurück zum Ausgangspunkt.
Dort haben wir uns nach ca. 15 km auf einem netten Freisitz noch einen Eiskaffee gegönnt.
In Anbetracht der extrem hohen Temperaturen war es gut, dass die
Wanderung fast ausschließlich durch den Wald führte. Mit unseren Autos landeten wir dann nach einer guten Stunde alle wieder wohlbehalten in Markkleeberg.


Wolfgang Hellinger





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Sunday the 25th. .