Am 24./25. April war es soweit: Der Sächsische Behindertensportverband hatte neben Dominik Rehn, der für den TTV Radebeul spielt und in der Wettkampfklasse 9 startet, auch Justin Finke, der in der Wettkampfklasse 11 spielt, gemeldet.

 

Als wir Freitag, nachdem wir unsere Ferienwohnung bezogen hatten, am  Abend in der Turnhalle am Marienberg in Brandenburg an der Havel ankamen, wurde die Trainingszeit aktiv von den anderen Spielern genutzt. An insgesamt 16 Tischen wurden sich die kleinen weißen Zelluloidbälle um die Ohren gehauen.

Nach einer kleinen, lockeren Trainingseinheit begaben wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Ferienwohnung, um dort den Abend in aller Ruhe ausklingen zulassen und für den nächsten Tag fit zu sein. Nach einem entspannten Frühstück am Samstag ging es zurück auf den Marienberg. Die Halle war gut gefüllt, auch auf der Zuschauertribüne. Pünktlich 10 Uhr eröffnete der Behindertensportverein gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Brandenburg das Turnier. Insgesamt gingen 64 Spieler aus 12 Landesverbänden mit den verschiedensten Behinderungen an den Start. (Anmerkung: Im Para Sport gibt es elf Wettkampfklassen und die Klasse AB ).

Vom Starterfeld war Justin mit seinen zehn Jahren wieder einmal der Jüngste.

Mit wachsamem Auge beobachteten wir die Gegner von Justin und warteten ungeduldig auf die Spieldurchsagen. Justin hatte vier Mitstreiter mit einer geistigen Behinderung, die alle bedeutend älter sind als er und auch schon viel länger Tischtennis spielen.

So war es für uns auch in keinster Weise enttäuschend, dass Justin am Ende von vier Spielen nur einen Satz gewonnen hat. Die ersten deutschen Meisterschaften und er bringt einen 5. Platz mit nach Hause- besser geht’s nicht! Wir sind unheimlich stolz!!

Natürlich schauten wir uns auch die anderen Spiele an. Es ist faszinierend, wie die jungen Sportlerinnen und Sportler spielen - welche Behinderung vorhanden ist. Es ist wirklich beeindruckend!


Jaqueline Finke




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Monday the 23rd. .