Bereits am 25.06.2016 starteten Frank-Uwe Gutscher und Bianca Hünlich beim Bergwitz Triathlon über die Sprintdistanz. Bei sehr guten Bedingungen konnten beide wieder vordere Platzierungen für die TSG Markkleeberg erreichen.

In ihren Altersklassen belegten Bianca Hünlich den 2. und Frank-Uwe Gutscher den 4. Platz

Langdistanzpremiere bei der Challenge Roth

Neun Monate intensive Vorbereitung bei der insgesamt über 80 km im Wasser, 6000 km auf dem Rad sowie 1500 km beim Laufen zusammengekommen sind, waren die Grundlage für die Langdistanzpremiere von Jan Gutscher bei der Challenge Roth 2016.

Um 7:25 Uhr erfolgte der Start für 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und einen abschließenden Marathon. Somit blieb noch Zeit für ein Bild mit Faris Al-Sultan und Jan Frodeno und Nils Frommhold beim ersten Wechsel, die schon 55 Minuten eher die Jagd nach dem Weltrekord begonnen haben.

Entsprechend der geplanten Schwimmzeit (1:30h) wurde man in Startgruppen einsortiert um das Gedränge am Start zu vermeiden. Unzählige Menschen säumten das Ufer des Main-Donau-Kanals und unterstützen alle Athleten. Der Plan mit der Strömung in der Mitte das Kanals zu Schwimmen und auf dem Rückweg in Ufernähe zu bleiben funktionierte super. So konnte ich schon beim Schwimmen die ersten Athleten überholen. Mit einer Schwimmzeit von 1:09 ging der Tag bereits sehr gut los.

Wechselbeutel nehmen, ab ins Wechselzelt und Neoprenanzug in den Beutel gestopft. Kurzfristig habe ich mich entschlossen, doch noch ein Trikot über den ASB- Einteiler zu ziehen, was für die erste Radrunde besser war. Noch war es leicht kühl, aber es wurde wärmer.

180 km Rad fahren durch das Frankenland und zwei Mal den berühmten Solarer Berg hoch.

Mit dem Start zum Rad fahren begann auch das regelmäßige Essen. Auch hier gab es für mich zum ersten Mal einen richtigen Plan. Alle 20 Minuten ein Riegel, Gel und ein Schluck aus der Trinkflasche. Nach 42 Kilometern kommt mit dem Kalvarienberg in Greding ein ca. 6 km langer Anstieg. Also runter schalten, aufrichten und in Ruhe hoch treten. Mit ihren vielen kleinen Anstiegen und ca. 800 HM auf einer Radrunde hat die Strecke ihre Reize. Bei km 75 kommt zum ersten mal der Solarer Berg. Die Erzählungen von Roth-Finishern über diesen Mythos mag man kaum glauben, aber sie stimmen. In einer engen Gasse und umringt von Menschen wird man den Berg hoch gebrüllt, dass man gar nicht anders kann als mit einer Gänsehaut von den Massen hochgetragen zu werden.

Die Ernährung klappt auf Grund der professionellen Verpflegungspunkte ohne Probleme und schon nach 2:35 geht es auf die zweite Runde. Noch einmal in Greding den Anstieg hoch, noch mal durch die Menschen am Solarer Berg. Langsam machen sich die Oberschenkel bemerkbar. Die Anstiege können zwar immer noch flüssig gefahren werden, aber nicht mal so zügig wie in der ersten Runde. Nach 5:22 dann endlich die zweite Wechselzone, denn die Lust am Rad fahren nahm ab km 160 stetig ab.

Auch in der zweiten Wechselzone sind die Helfer freundlich und super hilfsbereit. Das Rad wird einem abgenommen, der Wechselbeutel gereicht, zum Platz getragen und wieder eingeräumt und mit Sonnencreme eingesprüht.

Endlich Laufen.

Zwei Drittel des Wettkampfes waren um und nun musste „nur“ noch der Marathon gelaufen werden. Auch hier wieder mit Plan: 3:30h sollten es für die 42,195 km zum Schluss noch werden. Die Laufbeine waren ja heute noch nicht aktiv und der Halbmarathon in 1:42 h vorbei. Man kam von einem Stimmungsnest ins nächste und wurde von Zuschauern angefeuert und immer weiter getragen. Jetzt begann auch bei mir das große Rechnen. Schwimmzeit + Radzeit + Wechselzeit, ein Blick auf die Uhr, sollte ich etwa doch unter 10h bleiben können? Ein Versuch war es wert nun doch noch ein wenig schneller zu laufen. Der Kopf wollte, aber die Beine lehnten dankend ab. Nochmal vorsichtig nachfragen ob sie vielleicht doch Lust hätten. Die Antwort war ein Ziehen in den Waden. Nur nicht stehen bleiben, man hört auf den letzten beiden Kilometern schon das Ziel. Die Stimmung in der Zielarena aufsaugen, durchs Ziel und erschöpft fallen lassen. Mit 3:25 h war dann auch der Marathon und die Langdistanz in Roth mit einer Zielzeit von 10:02:54 Stunden geschafft.







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