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6.PlatzhalterDie weitere Entwicklung der "TSG Chemie Markkleeberg" und die Umbenennung in "TSG Markkleeberg" (1970 bis 1990)

In den siebziger Jahren geriet der Sport leider unter immer stärkeren politischen Einfluss. So wurden über die entsprechenden Organe des DTSB nach dem für den Sport "richtungsweisenden" 8. Parteitag der SED neue Zielstellungen ausgegeben - Entwicklung des Kinder- und Nachwuchssportes, Festigung und Stärkung der Organisation, Verbesserung und Erweiterung des Freizeit- und Erholungssportes. Die TSG Chemie Markkleeberg orientierte unter Leitung ihres neuen Vorsitzenden Helmut Herzog ihre "Arbeit" an diesen Beschlüssen, nahm 1973 unter dem Motto "Was der 8. Parteitag beschloss, wird sein" den Kampf um den Titel "Vorbildliche Sportgemeinschaft des DTSB" auf. Wesentliche inhaltliche Zielstellungen waren hier u.a. die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung der Übungsleiter sowie der Kampf- und Schiedsrichter, was für die erforderlichen Verbesserungen im Niveau des Trainings sowie der zunehmenden Wettkampftätigkeit allerdings auch dringend notwendig war. Innerhalb der TSG wurde dazu um den Titel "Vorbildliche Sektion der TSG" gekämpft. Im Zuge dieser Entwicklungen wurde die Gewinnung neuer Mitglieder, insbesondere im Bereich der Kinder und Jugendlichen sowie der Mädchen und Frauen zur wichtigen Zielstellung. So sollte 1976 die Zahl der sporttreibenden Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre auf 550 erhöht und 1980 die 1000-Mitglieder-Grenze erreicht werden.

Aber auch der Anteil der TSG am gesellschaftlichen Leben der Stadt Markkleeberg sollte beibehalten bleiben. So war die TSG maßgeblich beteiligt bei der Durchführung des 11. Zentralen Kultur- und Sportfestes der Stadt Markkleeberg in der AGRA im Juni 1973 unter dem Motto "Mit der Jugend - für die Jugend; den X. Weltfestspielen entgegen", und gestaltete im Juni 1977 gemeinsam mit den Trägerbetrieben ein eigenes großes Sportfest in der "Lauer". Wettbewerbsthemen waren aber auch solche neuen Aktivitäten wie die Kinder- und Jugendspartakiaden, die "Lauf Dich gesund" - Bewegung, das Tischtennisturnier der Tausende ("TTT") oder der Wettbewerb "Mach mit - bleib fit" mit einem der Hauptthemen Ablegung des Sportabzeichens (damals unter der politisch geprägten Bezeichnung "Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung der Heimat").

Höhepunkt der siebziger Jahre waren aber die Feierlichkeiten anläßlich "20 Jahre TSG Chemie Markkleeberg" im Jahre im Sommer 1979. Von der TSG-Leitung und einem Festkomitee wurde das Jubiläum nahezu ein Jahr lang vorbereitet. Schließlich fanden zahlreiche Veranstaltungen sportlicher und geselliger Art statt, so volkssportlich orientierte Wettkämpfe und Vorführungen der Sportler in verschiedenen Disziplinen sowie eine Festveranstaltung für Übungsleiter, Funktionäre und besonders verdienstvolle Mitglieder im Speisesaal der damaligen ABO, wo zahlreiche Verdienste durch Auszeichnungen gewürdigt wurden, so z.B. der noch heute als Übungsleiter und Sektionsleiter Tischtennis aktive Siegfried Fenzke. Es fand eine Großveranstaltung auf dem Sportplatz "Lauer" ebenso statt wie ein Tanzabend im Lindensaal, ein Kinder- und Jugendforum sowie ein Frauenforum. Alles in allem ein gelungenes Jubiläum, hoffen wir auf gleiches im September diesen Jahres.

Die achtziger Jahre brachten zunächst insgesamt nur wenig Veränderung im sportlichen Dasein der TSG. Allerdings entwickelte sich die Sektion Fußball, unterstützt durch die neuen Trägerbetriebe VEB WAMA und VEB KONSÜ, stürmisch, stieg die 1. Mannschaft bis in die DDR-Liga auf. Aber auch im Volleyball wurde inzwischen in der DDR-Liga, zeitweise sogar in der Oberliga gespielt (1. Frauenmannschaft). Dies ging nicht ohne zunehmende finanzielle Anforderungen ab, deshalb (und damit auch für die weniger wettkampforientierten Sektionen etwas "übrigblieb") war es erforderlich, weitere "Geldgeber" (d.h. "Trägerbetriebe") zu finden. Dies gelang, indem weitere 14 Betriebe sich bereit erklärten, die TSG zu unterstützen. Diese passten nun aber (wie schon die beiden erstgenannten) nicht mehr unter die Bezeichnung "Chemie". Also wurde eine weitere Umbebennung erforderlich. Diese fand Ende 1986 über den (von den damals in der TSG sehr bestimmenden Fußballern betriebenen, aber infolge entsprechender Beschlüsse der TSG-Leitung nur wenige Tage Bestand habenden) Umweg "Industriesportgemeinschaft" (ISG) statt und führte zu dem nunmehr völlig industriebezugslosen Namen "Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Markkleeberg", unter dem die TSG-Sportler seitdem auftreten.

Monday the 20th. .