Beitragsseiten

5.PlatzhalterDie weitere Entwicklung der "BSG Aktivist Markkleeberg" und die Umbenennung in "TSG Chemie Markkleeberg" (1960 bis 1970)

In den ersten Jahren des Bestehens der "BSG Aktivist Markkleeberg" fand ein markanter Mitgliederzuwachs statt. So gehörten ihr Ende 1962 schon 500 Mitglieder an. Dies war einerseits schön, doch ergab sich daraus ein Problem (das wir übrigens leider bis heute haben) - das Fehlen adäquater Trainingsmöglichkeiten, d.h. es fehlten Turnhallen in erforderlicher Größe und die Freianlagen in der "Lauer" entsprachen zunehmend nicht mehr den sich ebenfalls entwickelnden Anforderungen.

In den Jahren um 1965 wurde deshalb mit finanziellen Mitteln des Trägerbetriebes und vielerlei Eigenleistungen (sogen. NAW-Aufbaustunden) der Mitglieder die Sportplatzanlage "Lauer" verstärkt ausgebaut - das Spielfeld wurde erneuert, eine Laufbahn und Leichtathletikanlagen sowie eine Kleinfeldanlage entstanden und auch am Gebäude erfolgten Veränderungen. Insbesondere im Fußball waren die verbesserten Bedingungen ein Motor der Entwicklung, so stieg die 1. Männermannschaft in der Saison 1965/66 in die 1. Kreisklasse auf und begann damit eine Entwicklung, die später bis in die DDR-Liga führte.

Das sportliche Leben in der "BSG Aktivist Markkleeberg", zunehmend bestimmt durch die sportpolitischen Entscheidungen des DTSB, entwickelte sich im weiteren gut. Mitglieder der BSG beteiligten sich erfolgreich an Wettkämpfen und an der Spartakiadebewegung, es begannen sich in einzelnen Sportarten (z.B. Volleyball) Trainingszentren zu entwickeln, deren Aufgabe in der Ausbildung talentierter Kinder für eine leistungssportliche Laufbahn bis hin zur Delegierung in einen der Sportclubs bestand. Zahlreiche namhafte Volleyballer (z.B. Lothar Schröter, Reinhard Seidel, Gerhard Pötzsch, Angela Ringler und Bärbel Schreier) wurden schon damals zum Leistungszentrum SC Leipzig delegiert, aber auch Turner, wie Stephan und Mathias Brehme namen den Weg Schule - "BSG Aktivist Markkleeberg" - Sportclub - Spitzensportler. Doch hatte die BSG auch Aufgaben hinsichtlich der Einbeziehung der Bevölkerung in das Sporttreiben zu erfüllen. So wurden erfolgreich und mit großer Beteiligung Wohnbezirkssportfeste in der Sonne- und Wasserturmsiedlung durchgeführt und erfolgten bei zahlreichen Gelegenheiten Sport- und Olympiaabzeichenabnahmen.

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung war das Jahr 1968, in dem die Umbenennung der "Betriebssportgemeinschaft (BSG) Aktivist Markkleeberg" in "Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Chemie Markkleeberg" erfolgte. Dies war erforderlich geworden, weil der Trägerbetrieb VEB "Otto Grotewohl" Böhlen von der Kohle- und Energiewirtschaft zur Chemie (Kombinat PCK Schwedt) wechselte. Dadurch wurde es gleichzeitig möglich, weitere Trägerbetriebe für die TSG zu finden - die Markkleeberger Betriebe VEB WAMA und VEB KONSÜ, die - insbesondere für den Fußball - eine zunehmend wichtigere Stütze wurden, insbesondere als die Unterstützung aus Böhlen langsam nachließ (hier konzentrierte man sich zunehmend auf die "eigene" BSG Chemie Böhlen).

Als 1969, politisch "eingebettet" in die Vorbereitung des 20. Jahrestages der DDR, gefeiert wurde, weil die "neue" BSG (TSG) 10 Jahre bestand, gehörten die Sektionen Kinderturnen, Frauengymnastik, Volleyball, Judo, Tischtennis und Fußball dazu. Im Juni 1969 fanden zahlreiche Sportveranstaltungen anläßlich des kleinen Jubiläums statt. Bei einem Empfang der TSG-Leitung erhielten verdienstvolle Sportler und Funktionäre aus den Händen des damaligen Vorsitzenden Sportfreund Flister eine Ehrenurkunde mit Wimpel (so z.B. die Sportfreunde Förster, Döge, Nestler, Pohlmann, Gerber, Margies). Jeder Teilnehmer erhielt ein Abendessen, ein Glas Wein und einen Getränkegutschein über 3,- M, die Gesamtkosten beliefen sich auf 750,- M incl. Kapelle (wir werden uns sicher einigermaßen schmerzlich daran erinnern, wenn wir die finanzielle Bilanz unserer Feierlichkeiten im September 2003 ziehen...).

Neben der Teilnahme am Wettkampfbetrieb in den verschiedenen (noch bescheidenen) Klassen war es immer wieder Aufgabe der TSG-Mitglieder, sich an der Vorbereitung und Durchführung von Sportfesten im Territorium zu beteiligen, so z.B. beim Kombinatsturnfest des Trägerbetriebes VEB "Otto Grotewohl" Böhlen, das im Oktober 1970 stattfand.

Monday the 20th. .