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4.PlatzhalterDer sportliche Wiederbeginn und die Gründung der "BSG Aktivist Markkleeberg" (1950 bis 1960)

Das Aufleben sportlicher Aktivitäten in Markkleeberg setzte sich zu Beginn der fünfziger Jahre fort. Mit der Gründung der DDR nahm die "sozialistische Sportbewegung" ihren zunächst noch bescheidenen Anfang. Doch die neuen "Ideale" waren schon früh zu spüren - "Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung des Friedens" lautete die Aufforderung. In Markkleeberg bestanden in dieser Zeit zwei Sportvereine - die schon erwähnte "Sportgemeinschaft (SG) Markkleeberg" sowie "Turbine Markkleeberg", gegründet etwa 1949/1950. Hier begannen die sportlichen (Vereins-)Traditionen in Markkleeberg sich in verschiedenen Sportarten fortzusetzen.

Natürlich fand auch in den Schulen Sport statt und das nicht nur im Unterricht sondern auch außerhalb in Sportgruppen oder in so etwas wie Schulsportgemeinschaften. So gründete sich z.B. im Jahre 1954 (etwa zum Zeitpunkt der Auflösung von "Turbine Markkleeberg") an der damaligen EOS Markkleeberg (heute das Gymnasium) eine Volleyball-Gruppe, die zu einer der "Keimzellen" der dann später gegründeten "BSG Aktivist Markkleeberg" wurde, die unseren "Stammbaum" direkt fortsetzte.

Auch in den Betrieben wurde der Sport gefördert, als Organisationsform des Sports bildeten sich sogen. Betriebssportgemeinschaften (BSG). So wurde z.B. die "SG Markkleeberg" 1955 zur "BSG Medizin Markkleeberg". Auch die "BSG Aktivist Markkleeberg" war eine solche Betriebssportgemeinschaft. Der Zuwachs an Einwohnern in Markkleeberg, verbunden mit dem Entstehen neuer Wohngebiete in Markkleeberg-West wie Sonne- und Wasserturmsiedlung durch den Zuzug von Bürgern aus umliegenden Ortschaften, die den Braunkohlebaggern zum Opfer fielen, und das Entstehen von Großbetrieben in der unmittelbaren Markkleeberger Nachbarschaft, so z.B. in Böhlen und Espenhain, waren der Anlass für die Gründung der "BSG Aktivist Markkleeberg" am 30.06.1959. Ihr sogen. Trägerbetrieb, d.h. quasi staatlich verantwortlich für die materielle Sicherstellung des Sports in der BSG, war der zur Kohle- und Energiewirtschaft gehörige (deshalb "Aktivist") VEB "Otto Grotewohl" Böhlen, weil viele seiner Beschäftigten in Markkleeberg wohnten. Direkt ausgelöst wurde die Gründung - wie konnte es in dieser Zeit anders sein - durch einen Beschluss der Industriekreisleitung Böhlen der SED.

Zum Zeitpunkt der Gründung waren 7 Mitglieder eingetragen, aber schon im November 1959 gab es 167 und Ende 1960 bereits 268 Mitglieder. Leitungsmitglieder der ersten Stunde waren u.a. die Sportfreunde Nestler, Döge, Pfaffe, Straßburger, Kitzmann, Knecht, Schubert und Hagen; erster Vorsitzender war Georg Förster. Die BSG umfasste zum Zeitpunkt der Gründung die Sportarten (bis heute Sektionen genannt) Volleyball, Turnen und Judo. Nur wenig später kamen Schach, Gymnastik und Fußball hinzu.

Der Sportbetrieb fand zumeist auf dem Gelände der "Lauer", also auf dem von unseren Vorgängern, dem "VfL Markkleeberg", errichteten Sportplatz sowie in der zugehörigen Turnhalle und ihren Nebenräumen statt. Die Kosten dafür und für den folgenden schrittweisen Ausbau trug der Trägerbetrieb.

Von Beginn an bestand die "BSG Aktivist Markkleeberg" vorwiegend (zu mehr als zwei Dritteln) aus Kindern und Jugendlichen. Erwachsene gab es zunächst überwiegend nur als Funktionäre und Übungsleiter, die teilweise aber auch selbst aktiv waren. Dies, d.h. die Entwicklung des Kinder- und Jugendsportes, entsprach auch den Zielen, die der inzwischen gegründete Deutsche Turn- und Sportbund (DTSB) den Sportgemeinschaften stellte (heute wären wir froh, wenn wir diesem Anteil von Kindern und Jugendlichen nur annähernd nahe kämen).

Friday the 22nd. .