Liebe TSG-Mitglieder,

nach einem vor allem pandemiebedingt generell und auch für den (Vereins-)Sport nicht besonders schönen Jahr 2020, einem eher ungewöhnlichen Weihnachtsfest und einem Jahreswechsel fast ohne Feuerwerk und ohne die gewohnten fröhlichen Feiern im Familien- oder Freundeskreis starten wir nun in das Jahr 2021. Beginnen wir es nicht mit einem traurigen Blick zurück sondern ganz nach Albert Einstein „Wenn‘s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich auf‘s neue. Und war es schlecht, ja, dann erst recht.“ mit einem besonders optimistischen Blick nach vorn in der Erwartung, dass der, sicher noch andauernde, harte Lockdown und die begonnenen Impfungen hoffentlich bald die dringend notwendige Eindämmung des Virus und die Rückkehr zur Normalität im Alltag und auch im Vereinssport in unserer TSG bringen. Insoweit kann das neue Jahr schließlich nur besser werden.

Sportlich gesehen sollten uns die „Weihnachtsgeschenke“ der Politik für die Ehrenamtlichen und die gemeinnützigen Vereine, worüber ich Ende 2020 ja noch erfreut berichtet habe, genauso Anlass für Optimismus sein wie die frohe Erwartung auf eine „runderneuerte“ Dreifelderhalle (auch wenn sich die Fertigstellung nun doch coronabedingt bis vor-erst Ende Februar verzögert und ihr Hallenboden die Linien von 9 Badmintonfeldern „zieren“ wird, die niemand ernsthaft braucht), auf die bevorstehende Sanierung der Sporthalle Schulstraße und auf die (hoffentlich) bald beginnende nächste Ausbaustufe im Sportpark Camillo Ugi mit vielleicht sogar einer, im Moment vielleicht noch visionären, aber - siehe LVZ-Artikel vom 29.12.2020 - angesichts einer von uns „wiederbelebten Bergbaufolge-Bringeschuld“ nicht ganz unwahrscheinlichen, (Leichtathletik-)Sporthalle.

Den großen „Rest“ an Optimismus müssen wir aber wie bisher selbst aufbringen, indem wir auch weiterhin Kraft aus der Familie, aber auch aus der Gemeinschaft unseres Vereins, seiner Abteilungen und Übungsgruppen schöpfen, auch wenn wir diese im Moment (noch) nicht direkt und aktiv (er)leben können, und indem wir „in guten wie in schlechten Zeiten“ zusammenhalten. Denn das zeichnet nicht nur eine gute Ehe, sondern eben auch einen wahren Verein aus, der als Solidargemeinschaft seiner Abteilungen und Mitglieder auch schwierige Zeiten wie die aktuellen überstehen kann.

Ich bin mir bewusst, dass die nun, einschließlich dem Frühjahr, schon etwa ein halbes Jahr andauernde Zwangspause des Vereinssportes für die Mitglieder unseres Vereins eine große Herausforderung darstellt. Und deshalb bin ich sehr dankbar dafür, dass die TSG-Gemeinschaft ganz maßgeblich zusammengehalten hat, obwohl das, weshalb man maßgeblich Mitglied geworden ist, nämlich das gemeinsame Sporttreiben, so lange nicht möglich war, da die von uns genutzten kommunalen Sportanagen verordnungsgemäß geschlossen bleiben müssen. Und da noch nicht wirklich abzusehen ist, wann diese Einschränkungen enden, möchte ich Euch um eben um diesen Zusammenhalt, diese Treue zu unserer TSG gerade in diesen schwierigen Zeiten auch weiterhin herzlich bitten!

Im Jahre 2020 haben leider einige Mitglieder mehr die TSG verlassen, als in den pandemieunbelasteten Vorjahren. Dafür gab es verschiedene „planmäßige“ Ursachen, wie z.B. die nicht zu verhindernde Auflösung unserer Reha-Sportgruppen in Taucha, den sinnvollen Wechsel der Triathleten zu den Tristars und die abgestimmte Überleitung unserer Schwimmkinder zum TSV 1886. Doch der eine oder andere Austritt speziell zum Jahresende war, so scheint mir, wohl auch „krisenbedingt“. Das schmerzt mich, den Vorstand und die Abteilungsleitungen, denn uns ist jedes Mitglied, egal welcher Abteilung, welchen Alters und Geschlechts, ob mit oder ohne Wettkampfteilnahme überaus wichtig, wir möchten kein einziges Mitglied durch das Virus bzw. die Maßnahmen zu seiner Bekämpfung verlieren, wollen den Fortbestand unseres Vereins mit möglichst vielen Mitgliedern im bunten Spektrum der 12 Abteilungen für Jung und Alt auch über die Pandemie hinaus sichern.

Das ist vor allem ein soziales, aber in gewisser Weise leider auch ein finanzielles Problem. Denn mit jedem Austritt geht uns nicht nur ein Mitglied verloren, sondern auch sein Mitgliedsbeitrag, der sein Beitrag zum wirtschaftlichen Bestand des Vereins ist, ohne den es leider nicht geht, egal ob ohne oder mit Corona. Er wird gebraucht, um für den Verein lebensnotwendige Fixkosten (Grundbeitrag) und/oder abteilungsspezifische Ausgaben (Abteilungsbeitrag) zu bestreiten. Und die meisten dieser Ausgaben fallen auch dann ganz oder zumindest teilweise an, wenn kein Sportbetrieb stattfindet. Da etwa die Hälfte der Einnahmen der TSG Beiträge ihrer Mitglieder sind, wirkt sich also ein Mitgliederverlust natürlich auch finanziell aus. Die Einnahmen aus Zuschüssen, Spenden und Sponsoring ergänzen die Einnahmenseite in erfreulicher Weise und machen zusätzliche Leistungen, wie z.B. weit über die staatliche Förderung hinausgehende Aufwandsentschädigungen für unsere Übungsleiter oder Fahrtkostenzuschüsse für unsere Wettkampffahrten, erst möglich. Aber in länger andauernden Pandemiezeiten können sie durchaus nicht (alle) als gesichert gelten, das begonnene Jahr wird es zeigen.

Auch wenn mit der Mitgliedschaft in einem (Sport)Verein rein juristisch gesehen kein Anspruch auf konkrete „Gegenleistungen“ des Vereins, wie Training oder Wettkämpfe, verbunden ist, waren Vorstand, Abteilungsleitungen und Übungsleiter seit März 2020 ununterbrochen bemüht, auch in enger Abstimmung mit der Stadt ein situationsgemäßes Höchstmaß an Sportbetrieb und Gemeinschaft in unserem Verein aufrecht zu erhalten. Und sie alle versprechen auch, so schnell und gut wie möglich wieder „durchzustarten“, sobald es nur irgend geht.

Halten wir es bitte gemeinsam mit dem griechischen Philosophen Epikur von Samos, der irgendwann um 300 v. Chr., aus welchem Grunde auch immer, feststellte „Ein einziger Grundsatz wird dir Mut geben, nämlich der, dass kein Übel ewig währt.“. Seien wir uns also sicher - es wird eine Zeit nach Corona geben, in der auch das sportliche Leben in der TSG, sicher wie im Frühjahr schrittweise, wieder seinen normalen Verlauf nehmen kann. Freuen wir uns darauf, halten wir bis dahin bitte alle weiterhin zusammen und un-seren Verein sozial und wirtschaftlich am Leben, dem Virus zum Trotz. Dann wird das Jahr 2021 ganz bestimmt gut, auch wenn es aktuell noch „schwächelt“.

Gebt auf Euch und Eure Lieben acht, bleibt optimistisch, gesund und virusfrei!

gez. Rainer Leipnitz
Präsident

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