17 Wanderfreunde der TSG-Wanderabteilung starteten am 26.05.2018 am Morgen zu ihrer Monatswanderung. Vom Pkw-Ziel Freibad Leisnig ging es auf den anfangs leider nicht gut ausgeschilderten Rundweg 7, den Leisniger Mühlenwanderweg.

 

Vorbei an den durchweg nicht mehr in Betrieb befindlichen Mühlen Nieder-, Liebgens- und Kirstenmühle führte die Wanderung zur Schanzenmühle, wo uns eine kleine Führung durch den Müller Armin Arnold erwartete. Mit gemeinsamen Kräften wurde das historische Dieselaggregat in Gang gesetzt, das bis 1965 die Getreide- und Schrotmühle antrieb. Die 1558 erstmals erwähnte Mühle war bis 1922 mit Wasserrad angetrieben worden, doch dann reichte das Wasser im Mühlgraben nicht mehr aus. Stolz präsentierte uns der betagte Müller die noch komplette und funktionstüchtige historische Mühleneinrichtung. Danach setzten wir den Weg durch das schöne sagenumwobene „verwunschene“ Tal entlang des Schanzenbaches fort. Vorbei an allerhand sturmbedingt umgestürzten Bäumen und mit Blick auf einen Felsen mit dem Namen Giksmutter (eine der Sage nach vom Teufel versteinerte Bäuerin) kamen wir zur idyllischen Leithenmühle, wo wir unseren Durst stillen konnten. Weiter ging es dann vorbei am Mühlteich in Richtung des Mittagszieles Wasserschloss Podelwitz, einem Renaissancebau aus dem 15./16. Jahrhundert direkt am Ufer der Freiberger Mulde. Das letzte Wegstück dorthin führte mangels eines Weges entlang der Mulde leider in der Mittagshitze über ein Straßenstück, und so erreichten wir etwas geschafft und durstig den Freisitz des dortigen Restaurants Schlossgewölbe. Nach Speis und Trank in guter Qualität setzten wir die Wanderung fort. Aufgrund der doch beträchtlichen Sonneneinstrahlung entschieden wir uns für den Rückweg wieder durch das schattenspendende Tal, folgten also nicht dem vorgegebenen Verlauf des Rundweges, der zumeist durch Felder und Wiesen geführt hätte. In der Leithenmühle gestatteten wir uns noch eine Kaffeepause. In Leisnig angekommen wählten wir mit Hilfe eines Einheimischen die Abkürzung über einen Privatweg und erreichten so wieder unseren Parkplatz. Runde 20 Wanderkilometer lagen hinter und noch 60 km Autofahrt bis Markkleeberg vor uns. Hier endete die schöne, aber wohl durch das für Mitte Mai ungewöhnlich sommerliche Wetter und das Wegeprofil auch ein wenig anstrengende Wanderung am frühen Abend.


Rainer Leipnitz




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Thursday the 18th. .